FDP.Die Liberalen
Bezirkspartei Dietikon
Bezirkspartei Dietikon
12.01.2018

Komitee "Gateway: so nicht!" lehnt weitere Investitionen in den RBL kategorisch ab

Geringer Auslastungsgrad, grosser Flächenbedarf, hohe Lärmbelastung, geringe Steuereinnahmen – der Rangierbahnhof Limmattal (RBL) stellt sowohl aus raumplanerischer als auch aus volkswirtschaftlicher Sicht eine Sünde dar. Dessen ungeachtet halten die SBB unbeirrt an ihm fest, wie aus den Plänen zum Ausbauschritt der Bahninfrastruktur 2030/2035 hervorgeht.

Das überparteiliche Komitee „Gateway: so nicht!“ hat daher im Namen seiner 1‘355 Mitglieder an der Vernehmlassung teilgenommen und sich dabei vorwiegend mit der unbefriedigenden Situation am RBL auseinandergesetzt. Insbesondere haben wir uns kritisch zu den Absichten des Bundesrates geäussert, weitere Investitionen in den RBL zu tätigen.

Keine weiteren Investitionen in den Rangierbahnhof Limmattal ...

Die vom Bundesrat mit dem Ausbauschritt 2035 geplanten Massnahmen im Zusammenhang mit dem RBL, die zu mehr Güterzugsverkehr und vor allem zu noch mehr Lärm in den betroffenen Limmattaler Gemeinden und auf den Zufahrtsstrecken führen würden, lehnen wir in unserer Vernehmlassung rigoros ab. Die weitere millionen- oder gar milliardenschwere Subventionierung eines nicht mehr zeitgemässen, defizitären Logistikkonzepts erscheint uns wenig vernünftig und erschwert die Markttauglichkeit von zukunftsgerichteten, alternativen Logistiksystemen.

Will der Bundesrat im Güterverkehr seinen eigenen Ansprüchen gerecht werden und „Voraussetzungen für eine attraktive, wettbewerbsfähige und wirtschaftliche Produktion“ schaffen, wie er es im erläuternden Bericht zur Vorlage richtigerweise geschrieben hat, dann gibt es bezüglich des überdimensionierten RBL nur eine Lösung: auf jegliche vom Bundesrat geplanten Massnahmen zur Sicherstellung und vor allem zum Ausbau der Anlagen und der Trassenkapazität zu verzichten und im Gegenteil den RBL zu redimensionieren, wenn nicht gleich ganz aufzulösen.

Würden die Massnahmen am RBL dennoch umgesetzt, dürfte der Gütertransport auf der Schiene weiteren Rückhalt in der Bevölkerung verlieren. Der Schienengüterverkehr ist heute insbesondere während der Nacht und seit dem 11. Dezember 2016 auch am Wochenende ein weit grösseres Problem als der Fluglärm oder der Strassenverkehr. Je mehr Personen davon tangiert werden, desto mehr dürfte er und die Finanzierung der jährlichen Defizite von der Bevölkerung in Frage gestellt werden.

 … dafür S-Bahn-Station Dietikon Silbern und Güter-Umfahrungslinie Limmattal–Furttal prioritär realisieren!

Im Übrigen unterstützen wir die generellen Zielsetzungen des Ausbauschritts 2035, die im Personenverkehr eine gezielte Engpassbeseitigung insbesondere im Grossraum Zürich vorsehen. Zusätzlich zum Verzicht auf jegliche Massnahmen am RBL haben wir zwei weitere Anträge in unserer Vernehmlassung formuliert. Zum einen ermuntern wir den Bundesrat, die im Zürcher Richtplan eingetragene und von der Stadt Dietikon, vom Dietiker Gewerbe, von der Bevölkerung und von den Pendlern gewünschte neue SBB-Haltestelle Dietikon Silbern doch noch in den Ausbauschritt 2035 aufzunehmen und prioritär zu realisieren. Dabei regen wir an, die Kosten von 49 Mio. Franken mit den eingesparten Mitteln zu finanzieren, die aus dem Verzicht auf jegliche Massnahmen beim RBL resultieren.

Zum anderen beantragen wir, die Güter-Umfahrungslinie Limmattal-Furttal ebenfalls prioritär zu realisieren.

Komitee "Gateway: so nicht!"

Thomas Bernegger, Präsident
Dr. Josef Wiederkehr
Pierre Dalcher
Barbara Angelsberger
Rochus Burtscher
Gabriele Oliveri

Für Fragen: Thomas Bernegger, Tel. 079 405 63 34